Leben wir Vielfalt als Bereicherung

Der Treffpunkt Philosophie - Neue Akropolis veranstaltete von 18. bis 20. November 2015 einen Kongress zum Thema "Global Citizenship", an dem mehr als 300 Besucher aus 15 in Graz beheimateten Nationalitäten teilnahmen.

global message "Leben wir Vielfalt als Bereicherung"

Höhepunkt der interdisziplinären Tagung war eine gemeinsame Botschaft, die kulturelle Vielfalt als Bereicherung zu verstehen und zu leben. Die zahlreichen positiven Reaktionen des Publikums machten deutlich, wie wichtig gelebtes Weltbürgertum heute wieder ist.

Der Kongress befasste sich aus Anlass des UNESCO-Welttages der Philosphophie 2015 mit dem Weltbürgertum als Alternative zur vorherrschenden Wirtschafts-Globalisierung. Renommierte Vortragende brachten ihre Standpunkte in die Diskussion ein.

Impulsvorträge von Experten zum Thema

Zu Beginn wurden von Ralph Zettl die Ursprünge der aus der Antike stammenden Idee des Weltbürgers beleuchtet. Menschenrechtsexperte Wolfgang Benedek berichtetet von aktuellen EU- und internationalen Bildungsprogrammen zur Förderung des Global Citizenship, während Religionsphilosoph Anton Grabner-Haider den laufenden interkulturellen Dialog zur Annäherung der Kulturen ins Zentrum seines Vortrags stellte. Heiß diskutiert wurden unter anderem auch alternative Wirtschaftsformen, über die der bekannte Gemeinwohl-Ökonom Christian Felber referierte. Hannes Weinelt, Philosoph und Leiter des Treffpunkt Philosophie Österreich, stellte fest, dass es statt einer Änderung der Systeme zunächst eine Änderung der Wertehaltung in jedem einzelnen braucht.

GlobalCityGraz als Fest der kulturellen Vielfalt

Den Abschluss und kulturellen Höhepunkt bildetet das Event "Global City Graz", an dem sich 15 in Graz beheimatete Kulturen präsentieren, unter anderem Gruppen aus dem Iran, Afrika, Thailand, China, Japan, Italien, Russland sowie die jüdische Kulturgemeinde. Altbürgermeister Alfred Stingl leitete das Event ein und berichtete über ein Erlebnis in einer Grazer Straßenbahn. "Ich wurde als 'Gutmensch' angepöbelt. Aber ich sehe darin nichts Negatives, denn ich bin lieber ein Gutmensch, als ein Schlechtmensch", so Stingl.

Hauptorganisator Hannes Weinelt war mehr als zufrieden mit den Ergebnissen des Kongresses. "Die Idee des Weltbürgertums, die die UNESCO wieder aufgegriffen hat, ist ein realistisches Konzept für friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Ethnien und einer Alternative zur reinen Wirtschafts-Globalisierung", stellt Weinelt fest.

Ab Frühling 2016 bietet der Treffpunkt Philosophie-Neue Akropolis einen Ausbildungskurs zum "Global Citizenship" an. Interessierte können sich schon jetzt über Inhalte und Ziele des Kurses informieren.
 
Rückfragen unter: Mag. Hannes Weinelt, Tel: 0676 315 98 38
Foto Credits: Treffpunkt Philosophie-Neue Akropolis. Fotos im Anhang können unter Namensnennung honorarfrei abgedruckt werden.