Grenzen setzen – Grenzen öffnen: Hier wurde geslamt!

Was braucht es, um bei einem Philosophy Slam dabei zu sein?
Eine authentische und feurige Botschaft, eingefasst in ein paar kühle Ideen und dann vor allem eine ordentliche Portion Mut! Das zeigten die TeilnehmerInnen des Philo-Slams im Treffpunkt Philosophie Villach im September 2015.

Was braucht es, um bei einem Philosophy Slam dabei zu sein?

Eine authentische und „feurige“ Botschaft, eingefasst in ein paar „kühle“ Ideen und dann vor allem eine ordentliche Portion Mut!  

Das waren auch die „Tools“ der sieben mutigen Slamer, die am 28.9. in Villach zu oben genanntem Thema selbst das beste Beispiel gaben, wie man eigene Grenzen überwinden kann. In Kärnten wurde nun schon zum fünften Mal vom Treffpunkt Philosophie - Neue Akropolis ein Philosophy Slam veranstaltet, diesmal wieder im rappelvollen Café Vincent in Villach vor 40 Zuhörern.  Die Jury verzichtete diesmal bewusst auf eine Siegerehrung, denn in der Philosophie gibt es kein „Gegeneinander“, sondern nur ein „Sich gegenseitig inspirieren“.

Die Slamer legten das Thema "Grenzen setzen - Grenzen öffnen" auf verschiedene Lebensbereiche um. Neben politischen und aktuellen gesellschaftlichen Thematiken wurde hauptsächlich das Überwinden innerer Grenzen behandelt.
Hier einige Passagen des Beitrages einer junger Slamerin:

„Wenn ich mich daran zurückerinnere, wie ich als kleines Mädchen im Schwimmbad mit Schwung vom 1m Sprungbrett gehüpft bin, ab ins kalte Wasser, 100e Male, kerzengerade….es wurde irgendwann langweilig. So richtete sich mein Blick nach oben. 3 Meter über dem Wasser höher hinaus, tiefer nach unten.

Sich zu trauen die Stufen rauf zu marschieren und dann oben zu stehen, verpasste mir ein mulmiges Gefühl im Bauch und meine Knie verwandelten sich in Pudding. Ich ließ es bleiben, da es mir doch zu gefährlich schien.

Im Sommer darauf und ein bisschen furchtloser, nahm ich auch dort Anlauf und sprang….ich muss sagen…das war ein tolles Gefühl. Ich habe es geschafft, mich getraut und nahm es im selben Jahr noch mit dem 5 Meter-, ja sogar mit dem 10 Meter-Turm auf. (…)

Wir erbauen uns selber unsere Grenzen und bilden uns zu oft ein, dass sie unüberwindbar sind.
Doch was kann denn schon passieren? Dass wir scheitern und einen Schritt zurückgehen, um es noch einmal und noch einmal zu probieren? Oder dass wir auch manchmal gleich erfolgreich sind? Es hat etwas Gutes, an unsere Grenzen zu stoßen, denn durch Mut, Willenskraft, Zuversicht und ein wenig Geduld, können wir sie öffnen und als Erfahrung, begleitet von Erinnerung, hinter uns lassen!“


Die Synthese: Innere Grenzen zu überwinden, schafft Selbstvertrauen und Glück. Und wer das hat, kann auch in der Welt ungerechte Grenzen überwinden!

Der nächste Slam kommt bestimmt! Wir freuen uns über weitere mutige „Grenzenüberwinder“!